2016 · Varengeville 2.0

By 4. Juli 2016Juli 11th, 2016unterwegs
Eine Woche vor den Sommerferien in der Haute Normandie

Prolog

Da wir bis zum 15. Mai nichts adäquates gefunden hatten (z.B. coole neue Wohnung mit Garten und Meer- oder Hafenblick, nicht zu teuer), nahmen wir in Torschlusspanik die Gelegenheit wahr, für knapp an der finanziellen Schmerzgrenze ein Haus mit Garten ohne Meerblick in Varengeville zu buchen, wo wir 2002 schon mal waren. Seinerzeit hatten wir eins der vier absolut schlimmsten je erlebten Ferienhäuser. Wie wir am 3. Juli sahen, gibt es das Haus noch, und der Zustand ist wohl nicht besser geworden. Mit Arbeiten, Steuer, zu erledigenden Aufgaben waren wir schon am Freitagnachmittag vor der Abreise fertig geworden.

Samstag, 2. Juli 2016 – Anreise

Aus dem Bord-Logbuch:
09.10 Abfahrt (1. Fahrt mit neuer Brille, grau-in-grau, 14°)
10.30 Bochum 115 km geschafft, 16°
11.05 175 km, Sonne, 17°
11.30 von der Autobahn abgebogen, um in Niederkrüchten zu tanken und einen Coffee-to-go zu kaufen. Niederkrüchten ist gebirgiger als erwartet. Bei Bäckerei Schneider Gelegenheit zu einer „Kersflappe“ – sogar lekker.
12.10 Uhr Regen bei Roermond. Langsames Vorankommen Richtung Maastricht. Rund um Maastricht ist die Autobahn nur Schnellstraße mit Ampeln
13.30 erst 350 km geschafft. Bei Herstal verfahren, wg. unklarer Baustellen-Verkehrslenkung und Nicht-Einschätzen-Können, ob Verviers in unserer Richtung liegt oder nicht. Leider nein. Sofort nach falscher Richtungswahl gemerkt, dass wir nun in Richtung Köln fahren und nicht Richtung Liège/Namur. Gedreht. Ein Navi hätte in dieser Situation nichts genützt. Natürlich haben wir während der ganzen Anreise nicht nur aus sportlichen Gründen auf das Navi verzichtet. Es war mal wieder ein Schnapsidee, nicht über Köln/Aachen zu fahren, sondern über Düssedorf/Roermond/Maastricht.
14.30 Stau vor der französischen Grenze wg. Schein-Kontrollen – nur Beobachtung den einreisenden Verkehrs
14.35 Stau bei Valenciennes
15.45 Péage 8,50 €
16.00 Miterleben eines Hubschrauber-Einsatzes wg. Unfall hinter Amiens
16.20 Péage, 5,60 €
17.00 Erster Meerblick bei der glorreichen Einfahrt nach Dieppe
17.20 Ankunft 20 Minuten nach Ende des angekündigten Zeitfensters.

Wir wurden freundlich, das aber nicht übertrieben, empfangen von Mme Bourdeau de Fontenay, welche besser (aber nicht gut) als Monsieur englisch spricht, immerhin. Monsieur, der nicht nur so heißt, sondern auch so aussieht, nämlich wie Philip, the Duke of Edinburgh, trägt stets einen hellblauen Pullover zu Jeans, was für einen französischen Adeligen jenseits der 80 nicht selbstverständlich sein mag. Mme gab den Tipp, zum Einkaufen nicht zu dem gigantischen Auchan in Dieppe zu fahren, sondern empfahl den überschaubaren Carrefour in Offranville. Gesagt getan. Wir besorgten den üblichen Grundbedarf eines Frankreich-Urlaubs: Leberwurst (paté de campagne au poivre vert),  Mettwurst (saucisson sec), Cidre, beim Bier wählten wir diesmal nicht „33“, sondern Heineken, Käse etc. Das Schokoladenregal war so überwältigend bestückt, dass wir den Kauf von ausgesuchten Exemplaren für unsere fortgeschriebene Sammlung* seltener Sorten auf den nächsten Besuch verschoben.

(*Fortgeschriebene Sammlung von Schokolade heißt: Die Schokolade muss überraschend, selten und lekker aussehen. Möglichst kein Mainstream, aber auch keine esotherische Bio- oder Öko-Schokolade. Sie wird fotografisch dokumentiert und bei nächster Gelegenheit weggefressen.)

Nach dem Einrichten folgte ein Gang zu Fuß durch den Ort und zur Église über den Falaises. Dort ging es relativ wiedererkennbar und unverändert zu. Man hatte einen zweiten Friedhof links neben dem Parkplatz angelegt, da der alte Friedhof an der Kirche wohl dem Altbestand an Toten und den Promis vorbehalten bleibt. Das Kunstwerk an der Gruft von Georges Braque war gerade in Restaurierung. Abends waren wir, wie zu erwarten, zu groggy zu irgendwas. Schlapp bekamen wir das Ergebnis des Spiels Deutschland / Italien bei der EM2016 in Bordeaux mit.

Das Haus

Das Haus ist das kleine Nebenhaus und steht in ca. 25 Meter Entfernung zum Haupt- oder großen Haus, in welchem Madame und Monsieur residieren, wenn sie nicht an ihrem Hauptsitz in Paris weilen. Das große Haus ist eine stattliche normannische Villa im repräsentativen Stil, das kleine Haus eine kleine Villa, vielleicht früher ein Gärtnerhaus, beide aus der Zeit um 1910. Alles zusammen in einem Park mit alten Bäumen und überschaubaren Bestand von alten Rosen und Hortensien. Die Wege sind gekiest, die Rasenflächen werden mit dem Aufsitzmäher gepflegt. Wir haben Sichtschutz durch eine große Sträucherhecke, die wir gerne zum „Pfeffern“ des Kaffeeprütts nutzen. Die Inneneinrichtung ist bei sehr oberflächlicher Betrachtung geschmackvoll (im Rahmen der französischen Gegebenheiten) aber deutlich unpraktisch: Kein Sofa, die Stühle statt groß und bequem winzig im Stil Ludwigs des xx-ten (egal, welcher Ludwig damals für das Design zuständig war), winzige sinnlose Sesselchen im Kaminzimmer. Wozu braucht man einen riesigen Kamin ? Madame hatte uns erlaubt, ihn zu befeuern, wir dieses Angebot aber dankend abgewunken, da wir ihn a) vermutlich nicht zum Brennen bekommen würden, b) kein Holz da war und c) niemand den Dreck wegmachen wollen würde. Der Eindruck der  zugegeben relativ neu eingerichtete Küche wurde zunichte gemacht durch einen zu kleinen runden, wackeligen Küchentisch, an dem man noch nicht mal Camembert schneiden konnte, ohne dass die Kaffeetasse überschwappt, geschweige denn das Baguette in Stücke schneiden. Zu diesem Gesamtbild passen die niedrigen Geflechtstühle, deren Plastik-Geflecht nach dem zweiten Hinsetzen schon geborsten war. Um den Kautionsfall nicht wahr werden zu lassen, haben wir den kaputten Stuhl ganz unauffällig in die hinterste Ecke geschoben in der Hoffnung, dass er bei der End-Inspektion nicht auffällt und die 300 € Kaution einkassiert bleiben. Über dem Klo schwebt drohend, wie üblich, der Wasserboiler. Immerhin ist das Klo so festgeschraubt, dass es beim Hintern-Abputzen nicht wackelt, und ebenso immerhin ist die Matratze nicht so weich, dass sie über einem zusammenschlägt. Das Schlafzimmer in der oberen Etage wäre im Prinzip schöner, aber es stinkt sehr muffig unbewohnt, und so nehmen wir das Bett in der großen Bibliothek, welche uns gleichzeitig als Musik- und Schreibstube dient. Oben gibt es eine Dusche in der Wand, zu der man über zwei Stufen hochsteigt. Bei Ankunft wagten wir nicht nach dem Internet zu fragen, und so waren wir bis Sonntagabend offline. Es funktioniert nun besser als erwartet, obwohl wir keinen eigenen Router haben, sondern nur einen Repeater. Das ist unser erstes französisches Ferienhaus überhaupt mit Internet, eine Première ! Was haben wir  in Deutschland und in Holland schon für Internet-Pleiten erlebt. Der Fernseher kennt nur französische Programme. Da waren wir 2004 in Italien schon weiter.

Sonntag, 3. Juli 2016

Vormittags machten wir einen Erkundungsgang durch Varengeville, u.a. sahen wir das Haus von 2002 und wählten den Weg zum Meer am Hotel La Terrasse vorbei. Es war volle Flut, die Brandung schlug an den Felsen und der Strand war komplett überflutet. Weiter über den Wanderweg GR21 zur Kirche und an den schönen Villen im Inspector Barnaby-Stil vorbei nach Hause. Gegen 14.00 Uhr starteten wir zu einer Radtour  nach Pourville, wo wir uns etwas umschauten, aber nicht einkehrten in der Mythen-umwobenen Strandkneipe, die mächtig aufgeschniekt hat. Stattdessen sind wir weitergeradelt nach Dieppe mit ziemlichen Höhenmetern. Zunächst Besuch der großen, kathedral-ähnlichen Kirche St-Jacques, welche sehr beeindruckte und vielleicht fotografische Inspirationen liefern konnte, wir wissen noch nicht genau. Bei einem Besuch der sogar sonntags geöffneten Tourist-Information kauften wir dort die Karte IGN 1:25000 Dieppe-Valery-en-Caux. Man brachte sich vor Freundlichkeit um, rührend. Der Hafen wird nicht mehr für die Fischerei, sondern als Marina genutzt, an der Promenade liegen etliche Restaurants, die ihr Menü ausnahmslos zum Einheitspreis von 15,90 € anboten, was irgendwie mafiös wirkt. Am Hafen-Seitenarm in Richtung Anlegestelle für die Fähren der Linie „Transmanche“ (Dieppe/Newhaven) begannen wir, in unser mitgebrachtes Butterbrot zu beißen, bis wir merkten, was in dem Auto direkt vor unseren Augen geschah – irgendetwas mit F. Wir flüchteten weiter um die Kurve zur Strandpromenaden-Seite, wo es runtergekommen billig nach britischem Vorbild zuging. Der Strand bestand aus einem breiten Kies- und Geröllgürtel, einigermaßen steil abfallend, aber nicht so steil wie in Cayeux oder, am beängstigend steilsten, in Le Treport. Auch hier sahen wir ein Paar, welches sich einer ähnlichen Freizeitbeschäftigung hingab wie zuvor das im Auto. Nun ja. Wir kauften noch zwei weiße Nektarinen, fraßen diese an der Marina mit den geschätzten 5 bis 6 Metern Tideunterschied und verließen Dieppe radelnd über die geradeaus und wirklich steil nach oben führende Avenue Gambetta, deren „atemberaubenden“ Blick nach unten wir erstmals 1992 erlebten und heute zum dritten Mal fotografierten. Von der Höhe ging es wieder runter in das Tal des Flusses la Cie und erneut hinauf durch einen Hohlweg nach Hautot. Den Abend ließen wir ausklingen mit einer Autofahrt nach Ste-Marguerite und Quiberville, wo wir vielversprechende Restaurants bzw. Imbisse mit Sitzgelegenheit auf unserem Niveau vorfanden, ohne aber einzukehren.

Montag, 4. Juli 2016 (US Independance Day)

Das Wetter machte nicht viel her. Wir stiegen unterkühlt aufs Fahrrad, um une baguette et un croissant zu kaufen, allein, der Bäcker hatte montags zu. Mit dem Auto ging es nach Offranville, ca. 10 km, wo ein „Studio de Pain“ gnädigerweise offen hatte. Nach dem Frühstück (drinnen!) kam die Sonne raus. Wir machten einen ruhigen Strand- und Wandertag auf dem GR21, beginnend mit der Kirche aus dem 12. Jahrhundert in Ste-Marguerite bis nach Quiberville-hinten und zurück. Die Pommesbude in Quiberville. Es waren die schlechtesten Pommes der letzten drei Dekaden. Dünne lange Hülsen, die lediglich Fett mit dem äußeren Anschein von altem Motoröl enthielten. Am Nachmittag mussten wir noch mal los, um Fehlendes einzukaufen, z.B. Spülmittel. Statt Spülmittel hatten wir bisher nur etwas verwendet, was entweder vermutlich der Klarspüler für die Spülmaschine war oder wahrscheinlich Haushalts-Glasreiniger. Zweitens war ein Gastgeschenk nötig, denn wir waren für 18.30 zum Captain’s Dinner bei den Bourdeau de Fontenay’s eingeladen. Auf zu Carrefour. Die nun bekannte Strecke über Hautot kann jeder fahren, wir hingegen suchten die Herausforderung, das Unbekannte, das Abenteuer. Und so gerieten wir bei einer vermeintlichen Abkürzung mal wieder auf ziemliche Umwege, in diesem Fall nach Ouville-la-Rivière, was landschaftlich sehr idyllisch lag. Irgendwann endlich bei Carrefour angekommen, sahen wir, dass dort auch die Fontenay’s rumstanden, wahrscheinlich um schnell einen billigen Sekt zu kaufen, denn sich uns vorsetzen wollten. Um eine peinliche Begegnung zu vermeiden, versteckten wir uns eine halbe Stunde in der Katzenfutter-Abteilung, bis sie durch die Kasse schoben. Nun galt es noch zu tanken. Die SB-Tankstelle zeigte an, dass Diesel (Gazole) „aus“ war. Wurde schon wieder gestreikt ? Würden wir es noch nach Hause schaffen ? Die Suche nach einer Tankstelle führte uns nach Dieppe. Diesel war verfügbar (1,27 €) und da der Tankwart mit der Maestro-Karte nicht zurecht kam, zahlten wir mit der Mastercard. Auch gut. Knapp rechtzeitig, aber ungeduscht, trafen wir zum Dinner ein. Es fand draußen statt. Gereicht wurden Nüsse, kleine, eigentlich für den Hund vorgesehene Wurststückchen und mit Auberginen-Mus bestrichene Plätzchen. Dazu ein Glas Champagne. Madame stammt von hier, Monsieur war früher ein hohen Tier bei dem Öl-Konzern TOTAL. Ob sie die Bude geerbt oder gekauft hatten, war nicht zu ermitteln, auch nicht, ob sie Rotary oder Lions waren. 45 Minuten Smalltalk mit den üblichen Themen bei solchen Gelegenheiten, und wir hatten es ohne großes Daneben-Benehmen überstanden. Es war dies das 5. Captain’s Dinner im Urlaub:

  • 1995 La Ciotat (13)
  • 1995 Blanchelande (50)
  • 1999 Lanchères (80)
  • 2001 St-Aignan (41)
  • 2016 Varengeville (76)

Jedesmal gab man uns durch die Blume zu verstehen, dass man in Frankreich nicht viel mit Deutschland anfangen kann, schon lange nicht als Reiseziel. Dann entschuldigen wir uns und ziehen die Schwanz ein. Wieder daheim, bereiteten wir einen unserer Urlaubs-Klassiker zu: Pellkatoffeln mit Salath.

Dienstag, 5. Juli 2016

Radtour von Dieppe hinterm Bahnhof durch das Bethüune-Tal bis Arques-la-Bataille. Dort Picknick mit mitgenommenen Schnitten. Die ersten 10 Km waren recht schrecklich. Gewerbegebiet mit viel Lastwagenverkehr. Die Tour insgesamt enttäuschend. Abends Radtour nach Quiberville um dort einzukehren – u.a. Moules Frites.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Reisetag über die Autobahn A29 zum Weltkulturerbe Le Havre. Den Titel haben sie dort wohl für die Wiederaufbauleistung nach der Zerstörung 1944 bekommen für das einheitliche Stadtbild nach der Planung des Arcbitekten Auguste Perret. Uns hatten es zwei Attraktionen angetan: Das Museum Malraux (MuMa) mit einer Ausstellung von Gemälden des Malers Eugène Boudin und die Betonkirche St. Joseph. Im Hafen lag das Kreuzfahrtschiff Caribean Princess. Das Licht war toll, das Museum gefiel uns gut und der anschließende Rundgang durch die Innenstadt war, wie von den de Fontenays angekündigt, „speziell“ und „interessant“, aber nicht klassisch schön. Le Havre wirkt wie eine sozialistische Musterstadt, wie Ost-Berlin hätte werden können, wenn man dort nicht nach der Karl-Marx-Allee wieder aufgehört hätte, so zu bauen. Wir beschlossen, noch etwas Seine-aufwärts zu fahren. Leider waren die ersten 50 Km ebenso unschön wie die Radtour am Dienstag – entlang des schiffbaren Teils der Seine gibt es sehr viel Petro-chemische Industrie, und erst in Caudebec-en-Caux (wir dachten an Kurt Beck und Co.) war es nett genug für einen Zwischenstop. Eine Einkehr erwies sich als schwierig, aber in einem 1950er-Jahre Wiederaufbau-Viertel mit mustergültiger Optik fand sich eine Kneipe, wo wir Cola/Wasser kauften. Beeindruckend fanden wir die Brücken Pont de Tancarville und Pont de Brotonne, die wir wesentlich kleiner in Erinnerung hatten. Auf dem Rückweg machten wir einen Umweg über Veules-les-Roses, mit Stadtrundgang und Kiesstrand-Aufenthalt.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ein ruhiger Tag daheim. Wir besuchten das Musee Michel Ciry in Varengeville. Die Kunst dort – ausschließlich Gemälde und Zeichnungen von Michel Ciry (vorher nie gehört) – war schwer verdaulich. Objekte bzw. Subjekte der Gemälde sind zum kleineren Teil alte Frauen und zum größeren Teil unalte Männer, die meistens Figuren aus der Bibel und dem Glaubensleben darstellen, vor allem ein Typus wiederholte sich : asketisch/ausgemergelter Kerl mit großen Kulleraugen, ernster deprimierter Blick, kurze rote Struppi-Haare, Büßer- oder Ordensgewand. Man durfte nicht fotografieren, und nach 15 Minuten waren wir wieder draußen. Abends fand das Fußballspiel France-Deutschland statt, welches France 2:0 gewann.

Freitag, 8. Juli 2016

Die de Fontenays waren den ganzen Tag immer noch nicht aus Paris zurück. Egal, bzw. um so besser. Morgens gab es eine kleine Radtour zum Petit-Ailly-Strand mit Strand-Wanderung und schönen Höhenmetern zurück. Es war Ebbe, die Flut aber wieder am Kommen. Nachmittags Radtour über Ste-Marguerite, Quiberville, Longeuil, Ouville bis Guernes. Die Leinen-Felder waren schon abgeblüht. Wir bemühten uns, immer möglichst nahe an der Saâne zu radeln. Croissant-aux-amandes und Chausson-aux-Pommes. Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Auto nach Dieppe, parkten „wie immer“ zwischen Bahnhof und Hafen und nahmen am alten Hafenbecken bei TIME das „Captains Dinner“ ein. Goldener Fast-Sonnenuntergang in Pourville.

Samstag, 9. Juli 2016

Rückreisetag. Wir standen um 6.30 Uhr auf, packten unseren Kram zusammen, radelten zweimal zum Lieblingsbäcker und waren um 9.00 Uhr abreisebereit. Laurence stand auf der Matte und wir mussten nicht bis zum vereinbarten Zeitpunkt 9.30 Uhr abwarten, sondern konnten nach ein paar freundlichen Worten und Rückgabe der Kaution losfahren. Es war überall in unserer Richtung ruhig, lange Staus gab in Gegenrichtung, z.B. bei der Einreise von Belgien nach Frankreich. In Kornelimünster bei Aachen hielten wir für Kaffee und Kuchen und einen kleinen Besuch des Münsters.