Links: „Lange-Brötchen“ · Rechts: „Upschie“

Floris van Dijck: Stilleven met kazen“ 1620, Rijksmuseum Amsterdam

Beim Frühstück oder Mittagessen in unserer Küche schaue ich auf einen gerahmten Kunstdruck des Gemäldes „Stilleven met kazen“ / „Still Life with Cheeses“, welchen wir 1999 gekauft hatten. Das Original-Bild wurde von Floris van Dijck (oder auch van Dyck geschrieben) bereits 1620 gemalt. Es hängt im Rijksmuseum Amsterdam, und zwar nicht unter Ferner liefen irgendwo im Keller, sondern oben im Saal der Hämmer, wo auch Rembrandt’s Nachtwache oder 3 Gemälde von Johannes Vermeer zu finden sind. Das Bild beweist mir, dass es Weizenbrötchen in fast unveränderter Form seit nahezu 400 Jahren gibt, und dass das Brötchen mit Schnitt von mir zu Recht  als „normales“ Brötchen angesehen und bezeichnet wird, auch wegen des höheren Grades an Knusprigkeit. Unter dem Begriff „Normal“ versuche ich auch, sie in Paderborner Bäckereien zu kaufen.

„Normal“ sind diese Brötchen aber nicht mehr. Bei Lange heißen sie „Lange-Brötchen“, bei Benslips „Delbrücker“, als wären das Erfindungen dieser Bäckereien.

Neuerdings heißt es bei Benslips, deren Exemplare mir ein µ besser schmecken : Haben wir nicht. Die gibt es nur bis 9 Uhr, danach werden sie zum Schreddern zurückgeliefert an die Bäckereizentrale in Delbrück. Das nenne ich mal bescheuert.